SAVE!ING STORIES STORED IN WATER
Welcome: 18:00 I Talk: 18:30
Anschliessend: Q&A - Ihre Fragen an unsere Gäste
Im Rahmen der BERLIN DESIGN WEEK / BERLIN DESIGN NIGHTS
laden wir Sie herzlich ein zur AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG SAVE!ING STORIES STORED IN WATER und einem GESPRÄCH zwischen der KÜNSTLERIN MARIE JESCHKE, dem BAUINGENIEUR STEPHAN DITTRICH (GSP eG Genossenschaft selbstverwalteter Projekte), dem PRESSESPRECHER STEPHAN NATZ (Berliner Wasserbetriebe) und der ARCHITEKTENBERATERIN ELENA BERGEN (LAUFEN save!) über das Potenzial, das in der Auseinandersetzung mit dem scheinbar Unspektakulären liegt: Urin, Infrastruktur – und die Gestaltung einer lebenswerten Zukunft. Kuratiert wird die Ausstellung von GABRIELA ANCO.
- LAUFEN Space Berlin
Wasser ist ein Träger von Geschichten – ein lebendiges Archiv, das die Spuren urbaner Existenz speichert. Die Ausstellung SAVE!ING STORIES STORED IN WATER von Marie Jeschke taucht in die unsichtbaren Tiefen von Berlins Wassersystem ein und macht die verborgenen Erzählungen des Abwassers erfahrbar.
Durch künstlerische Interventionen untersucht Jeschke die zyklische Bewegung des Wassers und seine Rolle als Vermittler zwischen Stadt, Körper und Umwelt. Ihre Videoinstallationen und skulpturalen Glasarbeiten transformieren technische Infrastrukturen in ästhetische Reflexionsräume.
Mit der Industrialisierung wuchs das Bedürfnis nach Kontrolle und Verbergung des Körperlichen. Abwassersysteme wurden aus dem Blickfeld entfernt, blieben jedoch essenzielle Verbindungsadern des urbanen Lebens. MARIE JESCHKE macht diese verborgenen Strukturen sichtbar und eröffnet eine neue Perspektive auf Wasser als Medium – als Speicher von Informationen, als Zeugnis menschlicher Eingriffe und als lebendigen Organismus in ständiger Symbiose mit seiner Umgebung.
Was würde das Wasser erzählen, wenn es sprechen könnte?
MARIE JESCHKE, 1982 in Rostock geboren, ist eine in Berlin lebende Malerin. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht die Hinterfragung des Konzepts der Mono-Autorenschaft und die Ablehnung der Idee des einsamen Schaffens zugunsten einer integrativen Ko-Kreation. Indem sie zur Zusammenarbeit einlädt und verschiedene Perspektiven einbezieht, verwandeln sich Jeschkes Kunstwerke und die ihrer Kollektive in gemeinsame Erzählungen.
Ein Schwerpunkt ihrer künstlerischen Forschung ist die Erforschung des Gedächtnisses - sowohl seiner Kapazität als auch des unabhängigen Abrufs von organischen, körperlichen und anonymen Materialien. Jeschke überschreitet die Grenzen konventioneller künstlerischer Techniken, dringt in die performative Malerei ein und überschreitet neue kreative Grenzen. Jenseits traditioneller Leinwände entwickelt sie performative und partizipatorische Projekte, die intime Beziehungen zwischen der Kunst, dem menschlichen Publikum und seiner natürlichen Umgebung fördern. Derzeit arbeitet sie mit, unter und an den Gewässern in Berlin und Umgebung.
save! SANITÄRSYSTEME FÜR EINE NACHHALTIGE ZUKUNFT
Es ist an der Zeit, das Abwassermanagement zu überdenken. Eine Umstellung auf ein dezentrales, kreislauforientiertes Abwassermanagementsystem wird den Städten, der Landwirtschaft und der biologischen Vielfalt der Flüsse und Meere zugutekommen.
Über Urin denken die meisten Menschen wahrscheinlich nicht viel nach, und wenn, dann nur selten in einem positiven Zusammenhang. Das ist schade, denn im Urin steckt viel mehr Potenzial, als man vielleicht denkt. Es lohnt sich, Urin als Rohstoff zu betrachten.
save! ist die erste Urin-Trenn-Toilette, die den Schritt in Richtung nachhaltiges Abwassermanagement macht, indem sie die im Urin enthaltenen Nährstoffe bewahrt und gleichzeitig die Umwelt vor Schadstoffen schützt.
Da die Plätze begrenzt sind, bitten wir um verbindliche Anmeldung: anais.roeschke@de.laufen.com.
